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Die Energieberatung PDF Drucken E-Mail

Eindeutiges Indiz für die Notwendigkeit einer Energieberatung mit anschließender Sanierung war der hohe Energieverbrauch: 10.000 ltr. Heizöl/Jahr für 3 Wohnungen!

Dies wurde auch durch die Bewertung des Ist-Zustandes bestätigt. Der berechnete Energieverbrauch von ca. 11.000 ltr. beweist, dass nicht die Ursache im Nutzerverhalten der Mieter, sondern an der schlechten Gebäudehülle und der nicht mehr zeitgemäßen Anlagentechnik zu suchen ist. 

  Brennstoff-bedarf

Die Gesamt-Übersicht zeigt deutlich den hohen  Primär- und Endenergieverbrauch des Gebäudes.

Übersicht

Bei näherer Untersuchung zeigen sich auch deutlich die Ursachen: hohe Verluste durch die Aussenwände, durch die Fenster (Lüftungsverluste durch die fehlenden Fugendichtungen) und durch die Heizungstechnik selbst.

Verluste

In der Gesamt-Bewertung wird das Ergebnis auch für den Laien deutlich. Vom Neubau-Standard (gemessen an den beiden Werten für Primärenergiebadarf und Transmissionswärmverlust) ist das bewertete Objekt meilenweit entfernt.

Gesamtbewertung   EnEV-Anforderungen

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit der Energieberatung. Verschiedene Maßnahmen, wie Dämmung der Aussenwände, Erneuerung der Fenster, Dämmung der Kellerdecke und der obersten Geschoßdecke zum nicht ausgebauten Dachraum, Erneuerung der Heizung wurden berechnet, die Kosten kalkuliert und die Wirtschaftlichkeitsberechnungen erstellt.

Folgende Sanierungsmaßnahmen wurden vorgeschlagen:

  • Dämmung der Aussenwände mit Polystyrol WLG 035, d= 120mm
  • Erneuerung der Fenster (Kunststoff-Fenster mit Verglasung Uw= 1,1
  • Dämmung an der Unterseite der Kellerdecke mit Polystyrol WLG 035, d= 80mm
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke mit Poystyrol WLG 035, d= 160mm. Darauf eine begehbare Abdeckung aus Spanplatten.
  • Einbau einer Pelletheizung mit solarer Heizungsunterstützung (13 m2 Solarmodule auf dem Süddach, Pufferspeicher als Kombispeicher, Inhalt 800 ltr.). Durch den Ausbau der nicht mehr benötigten Öltanks konnte ein ausreichend großer Pellet-Lagerraum im Keller geschaffen werden. Darin haben 9 to, bzw. 14 m3 Pellet Platz. Diese Menge reicht für ca. 1,5 Jahre.


Die Bewertung der beschriebenen Maßnahmen brachte folgendes Ergebnis:

Der Heizwärmebedarf des Gebäudes sinkt um ca. 65%

uebersicht_nach_sanierung

Die Wärmeverluste der einzelnen Bauteile können durch die Maßnahmen stark reduziert werden:

verluste_nach_sanierung 

Die Brennstoffkosten sinken von EUR 9.000 auf EUR 2.200 !!

 energiekosten_nach_sanierung

Auch die Umwelt profitiert. Drastische Reduzierungen der Schadstoff-Emissionen:

emissionen_nach_sanierung 

Die Gesamt-Bewertung nach einer Sanierung zeigt: Das Gebäude übertrifft die Anforderungen an die Qualität eines Neubaues gemäß der gültigen Energie-Einsparverordung (EnEV 2007). Das ist zugleich der Nachweis für den Einstieg in die staatlichen Förderprogramme (BAFA-Zuschüsse für Biomasse-Heizung und Solaranlage und zinsgünstiges CO2-Gebäude-Sanierungsprogramm der KfW.

bewertung_nach_sanierung    enev_nach_sanierung

 

Erfahren Sie im nächsten Artikel mehr über die Baukosten und die Wirtschaftlichkeit.Aber auch über Zuschüsse vom Staat und die Finanzierung der Maßnahmen.


 

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Newsflash



Pflichten und Fristen nach EnEV bei der energetischen Bausanierung

Eigentümer und Käufer von Altbauten müssen ihre Nachrüstpflichten nach der EnEV kennen und erfüllen. Mit nahender Sanierungsfrist zum Jahresende machen neue Falschinformationen die Runde. Der Beitrag aus der Zeitschrift "Bausubstanz" klärt drei Irrtümer auf: 1. Irrtum: Hauseigentümer müssen ungedämmte Kellerdecken bis Jahresende 2011 dämmen; 2. Irrtum: Hauseigentümer müssen ihre ungedämmten Dächer und Außenwände bis Jahresende dämmen; 3. Irrtum: Wer ein altes, unsaniertes Haus kauft, muss die Heizung und Fenster erneuern sowie Außenwände und Decken dämmen. Lesen Sie den gesamten Artikel aus der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift aus dem Fraunhofer IRB Verlag.

Ausgezeichnetes Gebäude

Im Rahmen der Preisverleihung des Emmi-Fendt-Preises 2010 wurde das von mir geplante Wohn- und Geschäftshaus der Fam. Huttner in Marktoberdorf in der Kategorie "Neubau Gewerbe und Industrie" ausgezeichnet. Lesen Sie hier den Bericht in der Online-Ausgabe der Allgäuer Zeitung.

Die KfW unterstützt Bauherren bspw. bei Dämmung, Fensteraustausch und Heizungserneuerung / Voraussetzung: die Einzelmaßnahme kommt der Energiebilanz eines Wohngebäudes zugute / Wahl zwischen günstigem Kredit oder Zuschuss von 5,0 %.

KfW baut Sonderförderung aus

Die KfW Bankengruppe weitet 2012 die Förderung für Sanierungen von Wohngebäuden aus. So wurde ab Januar 2012 der Förderhöchstbetrag für die Fachplanung und Begleitung durch einen Energieberater während einer energetischen Sanierung (50 % der Kosten) auf 4000 Euro (vorher: 2000 Euro) erhöht.


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